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Die Geschichte des Mohren von Mörlau

Der "Mohr von Mörlau" ist eine Ober-Mörler Fastnachstsfigur, er ist Symbol der Ober-Mörler Fastnacht.

Der Ursprung dieser Fastnachtsfigur liegt im alten Ober-Mörler Wappen. Dieses besteht neben den "Eppsteiner Sparren" (Besitzer der Mörler Mark von 1280 - 1356) und dem "Kurmainzer Rad" (Besitzer von 1581 bis 1803) sowie dem, der Gemeinde namens gebende, Mohr. Die Gemeide wurde 790 erstmals (im lat. Codex Laureshamensis, oft auch falsch Lorcher Codex) als Marca Morullis, erwähnt - was die Mark des Mohren bedeutet. Ob es sich bei dem im Wappen dargestellten schwarzen Kopf historisch gesehen um einen Mohren - der mit den Römer die hessischen Gefilde bewohnte - oder einen Rußgeschwärzten Köhler handelt wird wohl nie mehr geklärt werden können.

Im Jahr 1948, dem Gründungsjahr der 1. Ober-Mörler Karnevalsgesellschaft, schmückte ein nach links schauender Mohr das Ober-Mörler Wappen. Dieses alte Ober-Mörler Wappen nutzt die 1. KG "Mörlau" als Basis für das Vereinswappen. Was lag da näher als diesen Mohren, der dem Ort einstmals den Namen eintrug, auch in der Fastnacht Leben einzuhauchen? So wurde er 1959 von Walter Max aus der Taufe gehoben. Dieser verkörperte in einem original Sarotti Kostüm für 4 Jahre den Mohren.

Danach fand sich leider kein weiterer Darsteller und der verkörperte Mohr geriet in Vergessenheit. In der Kampagne 1974/75 wurde ihm aber durch Manfred Sprengel, dem Vater des jetzigen Darsteller, ein neues Leben eingehaucht Ihm folgte 1975/76 Otto Heil. Ab der Kampagne 1976/77 dann Walter Rau, der für 22 Jahre das Bild des Mohren in seinem Dienerlivree prägte. Er war es auch der während des Fastnachtszuges als erstes bis zu 1500 Mohrenköpfe von seinem Wagen, einer riesigen Eule, in die Menge warf. Dessen Sohn Thomas Rau stellte in den folgenden Jahren den Mohren dar. In der Zeit von 1959 bis zur Kampagne 2002/03 trat der Mohr ausschließlich bei Veranstaltungen seines Heimatvereines auf. Seit 2003/04 verkörpert Torsten Sprengel diese einmalige Figur. In einem orientalisch-afrikanischen Fantasiekostüm gezeichnet von Sabine Glockengießer, Tochter des Ober-Mörler Grafikers Klaus F. Roth . Da abweichend von allen seinen Vorgängern der Mohr das Prinzenpaar der 1. Karnevals Gesellschaft "Mörlau" zu allen offiziellen Auftritten begleitete errang die Figur nun mit dem Namenszusatz "von Mörlau" in kurzer Zeit große Bekanntheit. So haben sich innerhalb von 8 Kampagnen 176 Auftritte an 114 Tagen (Stand Aschermittwoch 2011) ergeben! Seit Jahren gibt es auch Kindermohren welche auf den Kindersitzungen und dem Fastnachtsumzug den Mohren begleiten.


















Auf Grund von Vereinsinternen Querelen entschloss sich der Darsteller des "Mohren von Mörlau" die 1. Ober-Mörler Karnevalsgesellschaft nach 36 Jahren Mitgliedschaft zu verlassen. Nun unabhängig wird der "Mohr von Mörlau" die Ober-Mörler Fastnacht mit der über 250-jährigen Tradition weiterhin bereichern.

Die Fassenacht in "Mörlau" ist überregional bekannt. Sie wird in der Gemeinde Ober-Mörlen mindestens seit 1753
gefeiert. Dies ist durch das von Dietricy überlieferte Bild "Die närrische Schlittenfahrt" aus eben diesem dem Jahr

verbürgt.
Nach einer bewegten Geschichte und vielen Irrwegen gelangte dieses Bild an seinen Entstehungsort zurück. Hier schmückt es nun den Rittersaal des Ober-Mörler Renaissance-Schlosses. Das Gemälde ist vermutlich eine Auftragsarbeit, des Künstlers der während einer seiner Studienreisen als Gast bei Familie Wetzel in Ober-Mörlen weilte.
Alle Zeitangaben der Entstehung des Ober-Mörler Karnevalsbrauchtumes beziehen sich auf dieses Gemälde.

Der Mohr bei Fastnachtszügen unbekannten Datums bei denen er trommelnd vor dem Zug lief.
(Foto links in der Elisabethenstraße Ecke Frankfurter-/Usingerstraße, im Hintergrund die Einmündung der Borngasse)
Zu erkennen ist das Dienerlivree sowie das der Darsteller des Mohren eine Gesichtsmaske trug.

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